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Vergleiche

eSIM, Pocket-WLAN oder lokale SIM: die drei Wege zu Daten im Ausland

Drei Wege, sich im Ausland zu verbinden, mit ihren echten Vorteilen und ihren Lasten. Welcher gewinnt, je nach Reise, Leuten und Land.

Nerea Aguilar 8 Min. Foto von Yohan Cho auf Unsplash

Bevor es eSIMs gab, hatte man zwei Wege, wenn man kein Roaming zahlen wollte: vor Ort eine Karte kaufen oder einen mobilen Router mieten. Beides gibt es weiterhin, und beides hat weiterhin seinen Moment, also lohnt es sich zu wissen, welcher.

Das Pocket-WLAN, also der mobile Router

Das ist ein Gerät in Geldbeutelgröße, in dem eine Karte vor Ort steckt und das WLAN verteilt. Man mietet es vor der Abreise oder am Zielflughafen und gibt es bei der Rückkehr zurück.

Das Gute daran ist echt: Es verbindet mehrere Geräte gleichzeitig mit einem einzigen Tarif, für eine vierköpfige Familie oder eine immer zusammen unterwegs seiende Gruppe rechnet es sich also, und es rührt an keinem Handy.

Das Schlechte ebenso: ein Gerät mehr, das jeden Abend geladen, fristgerecht zurückgegeben und nicht verloren werden will und das an dem Tag, an dem sich die Gruppe trennt, nicht im Hotel liegen bleiben darf, denn dann steht die Hälfte ohne Daten da. Und wenn ihm am Nachmittag der Akku ausgeht, sind alle gleichzeitig ohne Internet.

Die lokale SIM

Man kauft sie vor Ort, an einem Schalter im Flughafen oder in einem Laden, und sie gibt, was jede Leitung des Landes gibt: Daten, meist eine örtliche Nummer und die Preise von dort, die in vielen Ländern niedrig sind.

Die Lasten sind bürokratisch. In manchen Ländern kauft man sie in fünf Minuten, in anderen verlangen sie Pass und Registrierung, und es gibt Orte, an denen die Touristenangebote an bestimmten Schaltern mit eigenen Öffnungszeiten leben. Außerdem musst du deine Karte aus dem Handy nehmen, und diese Karte landet öfter in einer Tasche oder in der Passhülle, als die Leute zugeben.

Die eSIM

Man kauft sie von zu Hause, installiert sie vor der Abreise im WLAN, und sie lebt neben deiner gewohnten Leitung, die im Handy bleibt und Anrufe und Nachrichten empfängt.

Ihre Schwachstelle ist, dass sie ein passendes und nicht vom Anbieter gesperrtes Handy braucht und dass das Profil in diesem Handy lebt: Geht das Handy mitten auf der Reise kaputt, wandert es nicht von allein auf das Ersatzgerät.

Die drei, in einer Tabelle

eSIMPocket-WLANLokale SIM
Wann du sie hastVor der AbreiseBeim AbholenBei der Ankunft
Verbundene GeräteDeins, und geteiltMehrere gleichzeitigDeins
Deine gewohnte NummerBleibt drinBleibt drinKommt aus dem Handy raus
Was zurückgegeben wirdNichtsDer RouterNichts
Zusätzlicher Akku zum LadenNeinJaNein
Wenn sich die Gruppe trenntJeder hat seineDaten hat nur, wer den Router trägtJeder hat seine

Wer in welchem Fall gewinnt

  • Kurze Reise allein oder zu zweit: eSIM, wegen der Bequemlichkeit und weil du verbunden ankommst.
  • Große Familie, die immer zusammen unterwegs ist, mit Kindern und Tablets: Der Router kann sich rechnen, wenn man ihn jeden Abend lädt.
  • Monatelanger Aufenthalt in einem Land: lokale SIM, denn die Preise für Ansässige sind eine andere Welt, und eine örtliche Nummer braucht man irgendwann.
  • Reiseziel mit umständlichen Formalitäten für Touristen: eSIM, und genau dort fällt es am meisten auf.
  • Altes oder vom Anbieter gesperrtes Handy: lokale SIM oder Router, denn die eSIM lässt sich nicht installieren.

Und das Hotel-WLAN, das keine vierte Option ist

Vom WLAN abzuhängen funktioniert im Hotel und versagt bei allem anderen: beim Taxi, auf dem Markt, am Bahnhof, in dem Moment, in dem man mit dem Koffer die Adresse sucht. Als einziger Plan ist es das, worunter man am meisten leidet.

Warum offene Netze zusätzliche Vorsicht verlangen, steht in das kostenlose WLAN am Flughafen und warum man sich nicht darauf verlassen sollte.

Häufige Fragen

Was ist besser, eine eSIM oder ein Pocket-WLAN?

Für eine oder zwei Personen die eSIM: Du kommst verbunden an, und es gibt kein Gerät zum Laden oder Zurückgeben. Für eine große, immer zusammen unterwegs seiende Gruppe kann sich der Router rechnen.

Hat das Pocket-WLAN besseren Empfang?

Nein. Es nutzt das Netz eines Anbieters vor Ort, wie eine eSIM oder eine lokale SIM. Der Empfang ist der des Landes, nicht der des Geräts.

Wann lohnt sich eine lokale SIM?

Bei langen Aufenthalten und wenn du eine Nummer des Landes brauchst. Für eine ein- oder zweiwöchige Reise wiegt der Aufwand schwerer als die Ersparnis.

Kann ich von einer eSIM aus Internet teilen?

In den meisten Fällen ja, wobei es vom Paket und vom Handy abhängt. Es verbraucht so viel, wie das verbundene Gerät verbrauchen würde, das solltest du bei der Wahl des Volumens einrechnen.

Was passiert, wenn das Handy mit der eSIM kaputtgeht?

Das Profil lebt in diesem Handy und wandert nicht von allein auf ein anderes. Es lässt sich auf dem neuen Handy neu installieren, wenn der Anbieter den Code erneut ausstellt, deshalb solltest du die Kaufmail aufbewahren.