Reiseziele
Zehn Apps, die man vor einer Japanreise installieren sollte
Nahverkehr, Übersetzung, Zahlungen und Erdbebenwarnungen. Was du vor der Abreise installierst und was du einrichtest, solange du noch WLAN zu Hause hast.
Japan ist wahrscheinlich das Land, in dem das Handy die Reise am meisten verändert. Nicht wegen der Fotos: wegen des Nahverkehrs, der großartig und hochkompliziert ist, und wegen der Sprache, die außerhalb der Touristenviertel eine echte Hürde ist. Mit vier vor der Abreise gut eingerichteten Apps läuft die Reise wie von selbst.
Der Nahverkehr, der zuerst kommt
Google Maps
In Japan funktioniert es erstaunlich gut für Züge und U-Bahn: es nennt die Linie, den Bahnsteig, den Ausgang, den man nehmen muss, und den Preis. Lade die Gebiete von Tokio, Kyoto und Osaka vor der Abreise im WLAN herunter.
Eine App mit Zugzeiten
Die japanischen Nahverkehrs-Apps liefern, was Maps nicht immer trifft: die genauen Übergänge zwischen verschiedenen Betreibern und welchen Wagen man nehmen sollte, um nahe der Treppe auszusteigen. Sie werden sehr viel benutzt und verbrauchen wenig.
Die Nahverkehrskarte im Handy
Hier gibt es ein Detail, das man vorher kennen sollte: auf dem iPhone lässt sich eine japanische Nahverkehrskarte zur Wallet des Telefons hinzufügen und vom Handy aus aufladen, und das gilt für U-Bahn, Busse und Convenience-Stores. Auf Android funktioniert es nur auf in Japan gekauften Geräten, mit einem Android kauft man die physische Karte also besser bei der Ankunft.
Sprache
Google Übersetzer mit heruntergeladenem Japanisch
Es ist die App, für die man in Japan am dankbarsten ist, und die, die am meisten verbraucht, wenn man sie nicht vorbereitet. Lade Japanisch vor der Abreise für die Offline-Nutzung herunter: die Kameraübersetzung, mit der man Speisekarten und Schilder liest, funktioniert dann, ohne etwas zu verbrauchen.
Auch die Gesprächsübersetzung hilft, und in Japan schätzt man sie besonders, weil die Leute ganz ohne Scheu mitmachen.
Essen und sich in der Stadt bewegen
- Eine lokale App mit Restaurantbewertungen, die in Japan weit mehr benutzt wird als die internationalen und Einträge zu Lokalen hat, die anderswo nicht auftauchen.
- Eine Taxi-App. In den großen Städten funktionieren sie gut und ersparen es, die Adresse auf Japanisch zu erklären.
- Der Netzplan der U-Bahn von Tokio, den es als eigene App gibt und der offline funktioniert.
Sicherheit: die, die fast niemand installiert und die zählt
Japan hat ein System der Frühwarnung vor Erdbeben und Tsunamis, das mit ein paar Sekunden Vorlauf Hinweise aufs Handy schickt. Diese Hinweise kommen von allein, auf Japanisch und laut.
Es gibt außerdem die offizielle Warn-App für Touristen, die diese Warnungen ins Englische übersetzt und erklärt, was zu tun ist. Das ist eines der Dinge, die in zwei Minuten installiert sind und über die man froh ist, wenn es darauf ankommt.
Und ein Hinweis, den man wiederholen sollte: die Erdbebenwarnungen schaltet man nicht ab, auch wenn sie mitten in der Nacht wecken. Diese Sekunden sind buchstäblich der Spielraum, um von einem Fenster wegzugehen.
Was vor dem Abflug erledigt sein sollte
- Die Karten der Städte herunterladen, die du besuchen wirst.
- Japanisch im Übersetzer herunterladen.
- Die Nahverkehrskarte im Handy einrichten, falls dein Gerät es erlaubt.
- Zug- und Unterkunftsbuchungen in einem Format speichern, das offline sichtbar ist.
- Klären, wie du Daten haben wirst, denn alles Vorherige außer den heruntergeladenen Karten braucht sie.
Und Punkt fünf, der alle verbindet
Diese Apps haben eines gemeinsam: sie brauchen Internet für das, wofür man sie wirklich benutzt, nämlich unterwegs nachzusehen. Das öffentliche WLAN in Japan gibt es, und es ist reichlich vorhanden, aber ein guter Teil verlangt eine Anmeldung per E-Mail oder die Installation einer App, und das ist mit dem Koffer in der Hand und ohne Daten genau der Vorgang, den niemand will.
Wie viele Daten eine Japanreise verbraucht, mit der Rechnung Tag für Tag, steht in wie viele Gigabyte du für zehn Tage in Japan brauchst.
Häufige Fragen
Welche Apps brauche ich für eine Japanreise?
Google Maps mit heruntergeladenen Karten, einen Übersetzer mit heruntergeladenem Japanisch, eine App mit Zugzeiten, eine Taxi-App und die offizielle Warn-App für Touristen.
Kann ich die japanische Nahverkehrskarte im Handy nutzen?
Auf dem iPhone lässt sie sich zur Wallet hinzufügen und vom Handy aus aufladen. Auf Android funktioniert es nur auf in Japan gekauften Geräten, man kauft die physische Karte also besser bei der Ankunft.
Funktioniert Google Maps für die U-Bahn von Tokio?
Ja, und ziemlich gut: es nennt Linie, Bahnsteig und Ausgang. Bei Übergängen zwischen verschiedenen Betreibern sind die japanischen Fahrplan-Apps genauer.
Brauche ich für all diese Apps Internet?
Karten und Übersetzer funktionieren offline, wenn du sie vorher herunterlädst. Der Rest, also Fahrpläne abfragen, ein Taxi bestellen oder ein Restaurant suchen, braucht Daten.
Soll ich die Erdbebenwarnungen abschalten?
Nein. Sie kommen mit ein paar Sekunden Vorlauf und sind absichtlich laut: dieser Spielraum ist der, der reicht, um sich in Sicherheit zu bringen.