Reiseziele
Roaming in den USA: Preise, Zonen und Alternativen
Die USA liegen außerhalb des europäischen Roamings und gehören meist zu den teuersten Zonen. Wie du deinen Tarif prüfst und was du vor dem Einsteigen tust.
Die USA sind zusammen mit Japan das Ziel, von dem die meisten Roaming-Rechnungen erzählt werden. Nicht weil sie pro Megabyte am teuersten wären, sondern weil man dort das Handy am meisten benutzt: lange Strecken, ständige Navigation und alles über eine App organisiert.
Was dein Tarif dort abdeckt
Das per Verordnung eingeschlossene Roaming gilt für die Europäische Union und den Europäischen Wirtschaftsraum. Die USA gehören nicht dazu, also behandelt dein Tarif sie als internationale Zone und wendet seine Bedingungen an, die vom Tagespass bis zur Abrechnung nach Verbrauch reichen.
Manche Tarife der oberen Klasse enthalten Datentage in internationalen Zonen, andere enthalten gar nichts. Das ist ein großer Unterschied, und man weiß es erst, wenn man nachsieht.
Wie du es in fünf Minuten prüfst
- Öffne die App deines Anbieters und gehe in den Bereich Roaming.
- Suche, in welche Zone die USA fallen.
- Sieh nach, was dein Tarif in dieser Zone enthält: nichts, ein Paket oder ein paar Tage im Jahr.
- Prüfe und justiere das eingestellte Kostenlimit für Daten.
Der Verbrauch, den du nicht siehst, und der dort größer ist
Eine Reise durch die USA benutzt das Handy auf eine sehr bestimmte Art: stundenlange Navigation, Musik im Auto, unterwegs eine Unterkunft suchen und Fotos, die von allein hochgeladen werden. Genau dieses Profil lässt eine Rechnung nach Verbrauch explodieren.
- Die Fotosicherung ist die erste Verdächtige: auf einer Reise entstehen Hunderte, und sie laden von allein hoch, sobald es Verbindung gibt.
- App-Updates starten, wenn sie nicht auf «nur WLAN» stehen.
- Musik im Streaming während der Fahrten summiert sich stärker, als es scheint.
- Videoanrufe nach Hause, bei sechs oder neun Stunden Zeitverschiebung, führt man aus dem Hotel und von der Straße.
Was vor dem Einsteigen zu tun ist
- Schalte das Datenroaming auf deiner gewohnten Leitung aus.
- Lass die Leitung für Anrufe und SMS aktiv: darüber kommen die Codes der Bank und die Hinweise der Fluggesellschaft.
- Stelle Sicherungen und Updates auf «nur WLAN».
- Lade die Karten der Route und die Musik für die Fahrt herunter.
Wenn die Reise mit dem Auto ist, steht das Vorzubereitende in Internet auf einem Roadtrip durch die USA.
Und eine Anmerkung zu Notrufen
Die 911 funktioniert von jedem Handy mit Empfang, ob die Leitung aktiv ist oder nicht. Daten braucht dagegen die Pannenhilfe, die Reiseversicherung und fast jeder Vorgang mit der Mietwagenfirma, denn all das läuft dort über eine App.
Häufige Fragen
Ist Roaming in den USA kostenlos?
Nein. Das per Verordnung eingeschlossene Roaming gilt für die Europäische Union und den Europäischen Wirtschaftsraum, und die USA bleiben außen vor.
Wie viel kostet Roaming in den USA?
Das hängt von deinem Anbieter und Tarif ab: Tagespass, ein paar inkludierte Tage im Jahr oder Abrechnung nach Verbrauch. Man prüft es vor der Reise in der App des Anbieters.
Wie vermeide ich Roaminggebühren in den USA?
Schalte das Datenroaming auf deiner gewohnten Leitung aus und nutze eine eSIM für das Reiseziel. Deine Nummer bleibt für Anrufe und SMS aktiv.
Kann ich ohne Daten die 911 anrufen?
Ja. Notrufe funktionieren von jedem Handy mit Empfang. Daten brauchen die Apps der Versicherung und der Pannenhilfe.
Gilt derselbe Tarif in Kanada und Mexiko?
Nur wenn es ein regionaler Tarif ist, der sie einschließt. Ein USA-Tarif deckt ausschließlich die USA ab.